Patenklasse

5 Jahre Zuschauerakademie

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Vermittlung für ein Festival zu machen, bedeutet für uns: Brücken zu bauen für alle Altersgruppen, einzustimmen auf  zeitgenössische Kunst – denn die vermittelt sich nicht einfach so – oder nur für wenige. Es heißt für uns, Begegnungen zu stiften zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, den Austausch zwischen Generationen und Kulturen zu fördern und somit eine politische Utopie für friedliches, interessiertes, offenes, diskussionsfreudiges Zusammenleben zu sein. Vermittlung bedeutet für uns, Wissen und Erfahrung mit Kunst zu vertiefen und Erstkontakte mit Kunst zu ermöglichen. All das haben wir fünf Jahre lang mit euch, den Weimarerinnen und Weimarern, getan, und danken euch ganz herzlich für eure Teilnahme und blicken zurück…  Weiterlesen

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DIE ZUSCHAUERAKADEMIE FEIERT…

… 2018 ihr fünfjähriges Jubiläum! HIP HIP HOORAY! Seit 2014 ist sie das vielfältige Vermittlungsangebot des Kunstfests, das alle ab 10 Jahren einlädt zu spielen, Kunst zu erleben, zu diskutieren, zu forschen und einander zu begegnen. In diesem Jahr beschäftigt sich die Zuschauerakademie mit der Frage »Was heißt hier modern?!« und wirft damit einen eigenen Blick auf 100 Jahre Bauhaus-Geschichte.
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DIE PATENKLASSE: AIKIDO, KRIEG UND ANDERE BAUSTELLEN

Der Donnerstag Morgen der Patenklasse verlief – Überraschung! – ruhig und konzentriert. Die beiden Aikido-Trainer*innen Henrike Schmidt und Marco Köhler aus Jena setzten einen Kontrapunkt zum Boxen: Sie erläuterten, dass Aikido die Idee des Friedens in sich trage und weder Sieg noch Niederlage bewirke, sondern das Umleiten der gegnerischen Energie. Das Gegenüber wird respektvoll aber bestimmt zum Boden begleitet. Aber hält diese Art der Kampfkunst auch den Realitätstest aus, wenn man tatsächlich unvermittelt angegriffen wird?

Nach 90 Minuten Aikido-Training war jedenfalls klar: Es ist nicht minder schweißtreibend als Boxen und fordert eine Menge Geschick und Koordination.

Am Abend dann ein ganz neuer Schauplatz: Das Stellwerk im Bahnhof, wo sich die Klasse »Riding on a Cloud« von Rabhi Mroué mit der Klasse ansahen. Kein leichter Stoff, geht es doch um den Libanonkrieg und die Geschichte eines Mannes, der in diesem Krieg Opfer eines Heckenschützen wurde und nur mühsam seine körperlichen und geistigen Kräfte wieder zusammen sammelt. Sarah am nächsten Morgen über das Stück: »Ich hatte ziemliche Stimmungsschwankungen beim Gucken: Zuerst war mir langweilig, dann kamen mir die Tränen, dann war mir wieder langweilig, dann fand ich’s richtig spannend.«

Zum krönenden Abschluss gingen wir am Freitag ins DNT Weimar, um uns dort von Conny und Jasmin aus der Maskenabteilung das Schminken von Wunden zeigen zu lassen. Also ran an Wachs, Kunstblut und Puder. Das erschreckend realistische Ergebnis gibt es hier: